Ich bin der Meinung, dass man friedlich und hilfsbereit miteinander umgehen sollte und vor einiger Zeit habe ich mir von daher überlegt, ehrenamtlich zu arbeiten. Ich wollte etwas Sinnvolles tun, was mir zusätzlich Spaß macht. Da ich gut mit Tieren umgehen kann und Tiere über alles liebe, hatte ich beschlossen, im Tierheim zu arbeiten. Das mache ich jetzt jeden zweiten Samstag im Monat und zwar im Tierheim Falkensee. Dort werden immer wieder Tiere abgegeben, die gefunden wurden sind, oder die aus irgendwelchen Gründen nicht mehr bei ihren Besitzern bleiben können. Ich bin immer sehr traurig, wenn ich höre, dass Tiere von ihren Besitzern im Tierheim abgegeben werden, weil sich keiner mehr drum kümmern kann oder will. Ganz schlimm finde ich es zudem, wenn diese Tiere dann von ihren Besitzern einfach irgendwo ausgesetzt werden. Da hört bei mir die Liebe auf. So etwas geht gar nicht!

Im Tierheim gibt es sehr viele Hunde und Katzen. Man könnte schon meinen es gibt in und um Berlin herum eine Katzenplage! Viele Menschen lassen ihre Katzen nicht kastrieren und diese vermehren sich dann circa zwei Mal im Jahr. Wenn sich die Menschen dann gut um die Tiere kümmern würden und ihnen Futter, Wurmkuren und nötigenfalls tierärztliche Behandlungen zukommen lassen würden, dann wäre das ja kein Problem. Leider ist das oftmals nicht der Fall.

Wenn ich im Tierheim bin, gibt es immer sehr viel zu tun. Ich reinige die Bereiche, in denen die Hunde und Katzen leben. Ich entferne Kot und wische den Boden. Mit den Hunden gehe ich spazieren und natürlich kuschele und spiele ich ganz viel mit den Hunden und Katzen. Das Tierheim freut sich immer sehr über Futterspenden und von daher bringe ich den Tieren auch jedes Mal Futter mit, welches das Personal zu den täglichen Fütterungszeiten dann verteilt. Ich habe übrigens einen Lieblingshund im Tierheim. Er ist ein kleiner Jack Russel Terrier und erst zwei Jahre alt. Er wurde vor ein paar Monaten an der Autobahn, auf einem Rastplatz gefunden. Die vorherigen Besitzer hatten ihn einfach an einem Baum angebunden. Das muss man sich mal vorstellen! Für mich wäre ein Hund ein vollwertiges Familienmitglied. So ein Tier kann man doch nicht einfach aussetzen. Das kann und werde ich niemals verstehen. Leider kann ich mir im Moment keinen Hund halten, da ich beruflich einfach zu viel unterwegs bin. Der Hund wäre dann in der Woche fast den ganzen Tag alleine in meiner Wohnung und das möchte ich keinem Tier zumuten.