Dieses Jahr war ich bei der Langen Nacht der Wissenschaften und ich war total gespannt und neugierig, was alles so auf mich zukommt. Im Vorfeld sah ich mir das Programm an und suchte mir ein paar Veranstaltungen heraus, die mich besonders interessierten. Die Lange Nacht der Wissenschaften ist dazu da, Einblicke in die Forschung und Lehre der Universitäten und universitätsnahen Einrichtungen zu geben. In Berlin kennt man die Freie Universität Berlin, die Technische Universität und die Humboldt Universität, vor allem, wenn man sich hier eigentlich nicht so auskennt. Da ich selber in München studiere, erschien es mir passend, auch einmal in Berlin universitäre Forschungsstätten kennenzulernen. Da lernt man bestimmt noch etwas. Die außergewöhnliche Uhrzeit, da es erst abends bzw. nachts losgeht, war besonders reizvoll. Allerdings waren die Massen ein Graus und es wurde echt voll, was mich dann doch etwas störte. Ansonsten landete ich ganz woanders als geplant.

jurnalo-humboldt-universitaet-lange-nacht-der-wissenschaften

Wo war ich? Ich war an der Universität der Künste. Dort wurden angehende Schauspielerinnen und Opernsänger live von HNO-Ärzten untersucht. Das geschah folgendermaßen: Schauspieler und Sänger müssen ja sehr auf ihre Stimme achten. Falls sie nicht die körperlichen Voraussetzungen für diesen Beruf haben, sprich die Stimmbänder nicht mitspielen, können sie das nicht werden. Insofern werden immer auch Untersuchungen gemacht. Damit sich jeder einmal vorstellen kann, wie das geht oder wie überhaupt der Gaumen oder die Stimmlippen von Bühnenprofis aussehen, wurde während der Untersuchung eine Kamera ins Innere eingeführt, sodass auf einem Screen für das Publikum sichtbar, ein Einblick in das Körperinnere gegeben wurde. Das war eine echt heikle Angelegenheit und auch etwas eklig. Es war sicher unangenehm für die Probanden, das so durchzuhalten und gleichzeitig auch bewundernswert. Danach wurde mir allerdings so schlecht und ich musste den Standort wechseln…Als nächstes sah ich mir daher das Hauptgebäude der Humboldt-Universität an…mitten Unter den Linden, Alexander und Wilhelm von Humboldt begrüßen alle Gäste, feierlich angestrahlt am Eingang. In der Uni hielt ein Professor einen Vortrag – Es war wahnsinnig voll. Es ging um Sport und gesunde Ernährung. Er betonte, wie wichtig es ist, dass man sich viel bewegt und nicht zu fettig, salzhaltig und deftig isst. Denn wenn Menschen zu viel wiegen, schwächt das ihre Gelenke. Es ist nicht nur das Bauchfett allein, viele andere Faktoren beeinflussen den Körper. So drückt Übergewicht auch auf die Gelenke und Knochen, die Füße sind auch stärker belastet durch zu viel Gewicht. Eigentlich logisch. Für mich dauerte die Lange Nacht der Wissenschaften bis Mitternacht, danach war ich einfach zu kaputt und erledigt. Praktischerweise kann das Ticket auch gleichzeitig als Fahrkarte genutzt werden. Die Wissenschaft und Forschung fand ich doch recht nüchtern und spartanisch, aber trotzdem faszinierend.