Essen ist für mich Belohnung und Entspannung zugleich. Meine Oma ist für mich die beste Köchin der ganzen Welt. Sie war mal in der Hauswirtschaftsschule als sie noch jung war und musste ihr Leben lang für sich und ihre Familie kochen. Das kann sie wahnsinnig gut und ich genieße es immer wenn ich bei ihr zum Essen eingeladen bin. Bei ihr schmeckt mir alles. Ich esse dort sogar Gehirn vom Schwein mit Ei oder Zungen Ragout. Das würde ich woanders gar nicht anrühren. Ich gebe zu, dass ich ein Mensch bin, der zwar immer gerne gegessen hat, der jedoch selbst nie großartig gekocht hat. Meine Oma hatte also die Idee, dass ich jetzt endlich mal kochen lernen sollte! Sie hat zu mir gesagt, dass man das können muss, wenn man irgendwann einmal eine Familie hat und diese bekochen muss. Wir haben uns dann regelmäßig zum Kochen miteinander verabredet. Das war richtig schön, weil wir so viel Zeit miteinander verbracht haben und sie mir viele Geschichten von früher erzählt hat.

Meine Oma hat vier Kinder. Meine Mama, meine zwei Tanten und meinen Onkel. Dadurch dass ich mit meiner Omi gekocht habe, habe ich also auch viele spannende Sachen aus der Kindheit und Jugend von meiner Mama und ihren drei Geschwistern erfahren. Oma und ich haben jedes Mal eine Vorspeise zusammen gekocht, eine Hauptspeise und einen leckeren Nachtisch.

Beim letzten Mal haben wir als Vorspeise eine Hadler Hochzeitssuppe gemacht. Das ist so etwas wie Nudelsuppe. Da drin enthalten sind jedoch ein paar klein geschnittene Pfannkuchen Teig Teilchen, die den besonderen Geschmack dieser Suppe herzaubern. Als Hauptgericht haben wir ein Kartoffel Gratin in einer großen Auflauf Schale gemacht. Das Gericht wurde mit viel Creme Fraiche und Gouda Käse hergestellt. Zudem kamen noch Frühlingszwiebeln mit hinein.
Als Nachtisch haben wir letztes Mal sogar zwei kleine Gerichte gezaubert, weil ich so gerne Süßes esse. Wir haben einen Mohrenkopf Quark mit Heidelbeeren gemacht und eine Cognac Creme. Diese wird mit viel Sahne, Eiern, Zucker und roter Gelatine hergestellt. Die Gelatine sorgt dafür, dass die Creme letztendlich eine schöne rosafarbene Farbe annimmt. Beim Essen waren dann mein Opa und mein Onkel mit dabei. Wir haben geschlemmt wie die Götter in Frankreich! Von meinem Onkel und von meinem Opa habe ich sogar Komplimente zu hören bekommen, dass ich gut gekocht habe. Ich bin echt froh, dass ich meine liebe Omi habe, die mir so sehr dabei hilft kochen zu lernen.