An meinem Geburtstag dachte ich mir, ich würde gern einen Ausflug in eine andere Stadt machen, natürlich nach Berlin! Ich hatte gelesen, dass man als Geburtstagskind bei manchen Institutionen freien Eintritt hat. Also, machte ich mich auf den Weg, um dort einen richtig großartigen Tag zu erleben. Eine Freundin aus München kam mit und in Berlin trafen wir uns mit zwei weiteren Leutchen. Vorher hatte ich mich einigermaßen informiert, welche Freizeiteinrichtungen, Spaßbäder oder Museen kostenlosen Eintritt gewähren. Besonders interessierte mich das „Sea Life“ – eine Art „Meeresmuseum“. Das dachte auf jeden Fall. Da ich Tiere gerne mag und man solche exotischen Unterwassertiere selten zu Gesicht bekommt, war ich von der Idee sofort angetan und überzeugt. Gleichzeitig wunderte ich mich, was es in Berlin alles für fantastische Einrichtungen gibt, von denen ich teils schon etwas gehört hatte, teils allerdings auch nicht. Als ich dann vor dem Eingang mit einem riesigen Seepferdchen, stand, war ich erstmal recht beeindruckt. Es kam mir zwar auch etwas kindisch und kitschig vor, aber ich wollte mich angenehm überraschen lassen. Es klappte auch gut, dass das Eintrittsgeld für mich an diesem Tag entfiel, als ich meinen Personalausweis vorzeigte, die Kassiererin sagte nur: „Herzlichen Glückwunsch“. Die Unterwasserwelt mit Haifischbecken (die Haie sind nur ganz klein), einem Becken mit Seepferdchen (die fand ich am besten) und sehr vielen Aquarien mit bunten Fischen hat mir eigentlich gut gefallen. Aber ich weiß nicht, ob ich die Ausstellung uneingeschränkt empfehlen kann…Ich hab zwar etwas gelernt: Auf Infotafeln werden die Fischarten beschrieben und ich konnte mich im „Sea Life“ fotografieren lassen und habe jetzt ein Erinnerungsfoto. Außerdem war es ein besonderes Highlight, im Aufzug, der von Fischen umgeben ist, wie in einem Riesenaquarium, nach oben zu fahren, während eine Mitarbeiterin Erklärungen zu dem Meeresgetier lieferte. Allerdings habe ich mich Nachgang nochmal informiert, weil mir die meisten Becken für so viele Fische doch recht klein vorkamen. Dabei habe ich auch gelesen, dass die Fische in dem runden Fahrstuhlaquarium sogar Schädigungen davontragen, weil sie ständigen Erschütterungen ausgesetzt seien. Es heißt in einigen Quellen auch, dass Sea Life etwas für den Artenschutz tut, weil sie züchten und sich um den Nachwuchs kümmern, aber dafür gibt es ja bestimmt auch weniger kommerzielle und tierfreundlichere Varianten. Das war also mein letzter Besuch in so einem Laden. Ich ärgere mich etwas, dass ich nicht früher darüber nachgedacht habe. Dafür für Euch alle, geht lieber nicht dahin. Eingesperrte Fische muss man sich nicht anschauen.

Nach dem Sea Life war ich recht platt und wir genehmigten uns einen Chai Latte in einem nahegelegenen Café. Dann hatten wir noch die Idee „Madame Tussauds“ anzusehen. Die Ausstellung lag nicht weit entfernt…zu Fuß eine gemütliche Viertelstunde…und ich dachte, wenn ich schon einmal in Berlin bin, kann ich mir das gleich auch noch anschauen. Das Wachsfigurenkabinett wurde ursprünglich in London gegründet. London und Berlin verbindet eine Städtepartnerschaft. Eigentlich ist das Wachsfigurenkabinett einfach auch nur ein Museum mit lebensgroßen, wie echt aussehenden Figuren. Kennen die meisten von Euch mit Sicherheit. In Berlin gibt es im Vergleich zu London nicht ganz so viele Figuren. Über das Museum wird oft im Fernsehen berichtet, wenn wieder eine neue Figur eingeweiht wurde. Jedenfalls war ich und meine Begleiterinnen sehr neugierig und gespannt. Es war dann auch wirklich genial, all die Berühmtheiten zu sehen und anzufassen, unter anderem Angelina Jolie, Brad Pitt, Angela Merkel oder Barack Obama. Der Spaßfaktor war groß, ein zweites Mal muss man vielleicht nicht so schnell wieder hin, aber im Vergleich zum ersten Laden kann ich reinen Gewissens zu einem Besuch raten. Um den Tag ausklingen zu lassen, waren wir dann in der Nähe der Friedrichstraße am Schiffbauerdamm in der Ständigen Vertretung. Sehr trubelig, aber auch cool, um die Ecke wurde, wie ich später las, „Lola rennt“ gedreht. Eine der ersten Hausflurszenen…falls ihr Euch erinnert. Meinen nächsten Geburtstag gestaltete ich vielleicht etwas tourifreier, aber ein Erlebnis war es dennoch =)